Mit diesem Begriff macht seit etwa 10 Jahren ein Phänomen in Deutschland von sich reden, bei dem es um die Ausbeutung von Jungakademikern in Praktika geht. Einige Zeit lang hat man davon nichts Neues mehr gehört doch jetzt gibt es zu diesem Thema eine neue Studie.
Die Untersuchung des Deutschen Gewerkschaftsbundes in Zusammenarbeit mit der Hans-Böckler-Stiftung soll die momentane Situation der deutschen Hochschulabsolventen klären. Die Studie ist nun erschienen und kommt zu gemischten Ergebnissen. Danach werden viele Stellen dieser Art überhaupt nicht entlohnt und selbst wenn, wird diese immer niedriger.
Viele Praktika werden nicht entlohnt
Auch wenn die Zahl der unbezahlten Praktika im Vergleich zum Jahr 2007 leicht zurückgegangen ist, werden nach wie vor 40 Prozent der Hospizstellen überhaupt nicht entlohnt. Zudem wurde in der Studie deutlich, dass der Stundenlohn bei bezahlten Praktika in den letzten Jahren weiter sank, auf 3,77 Euro im Durchschnitt. Damit hat sich an der wirtschaftlichen Situation der Hochschulabsolventen wenig verändert. Nur jeder Vierte kann sein Praktikum ohne finanzielle Hilfe von außen absolvieren.
Wie ist die Zukunftsperspektive nach einem Praktikum?
Das Praktikum soll nach dem Studium erste Einblicke in die praktische Arbeit des Berufes ermöglichen und wird nach wie vor als Sprungbrett in das Berufsleben gewertet. Doch auch hier wird laut der Studie deutlich, dass besonders Letzteres nicht der Fall ist. Nur jeder fünfte Praktikant erhielt im Anschluss einen Arbeitsvertrag. Dagegen hatten drei Viertel der Befragten das Gefühl, mit ihrer Arbeit fest im Betriebsablauf des Unternehmens eingeplant gewesen zu sein.
Foto by Marc_Smith/Marc Smith(CC BY flickr.com)